Forex

Gerade in der derzeitigen Finanzkrise suchen viele Anleger besonders sichere Finanzprodukte und eine Alternative zu Aktien oder Aktienfonds. Neben den sehr sicheren Geldanlagen, gibt es natürlich auch im etwas risikoreicheren Anlagebereich einige Möglichkeiten außerhalb der Geldanlage in Aktien oder sonstige Wertpapiere. Für den etwas spekulativer eingestellten Anleger, der auch auf Kosten eines höheren Risikos gerne die Aussicht auf eine höhere Rendite hat, eignet sich zum Beispiel auch die Anlage in Devisen um dieses Ziel zu erreichen.

So wie es für Wertpapiere die Wertpapierbörsen gibt, so werden auch Devisen auch einem bestimmten Markt gehandelt, nämlich dem Forex-Markt. Forex ist die Fachbezeichnung für den Devisenmarkt und ist die Abkürzung des Begriffs "Foreign Exchange Market). Im Gegensatz zu den Wertpapierbörsen ist der Devisenmarkt nicht an bestimmte Orte gebunden, sondern findet weltweit über die Computersysteme bzw. das Internet statt. Nicht zuletzt deshalb ist der Forex-Markt vom Handelsvolumen her auch deutlich größer als der Wertpapier-Markt.


Forex Basiswissen

Die Anlage in Devisen, also in fremde Währungen, ist im Grunde gar nicht so kompliziert, wie man vielleicht zunächst meinen könnte. Wenn man sich mit den Grundlagen beschäftigt hat und über ein gewisses Basiswissen verfügt, kann heute jeder etwas spekulativ eingestellte Anleger am Forex Handel teilnehmen. Dieses geht allerdings nicht auf direktem Wege, da nur spezielle Devisenhändler am Forex Handel teilnehmen dürfen. Daher eröffnet man als potentieller Anleger in den meisten Fällen zunächst ein Konto bei einem so genannten Forex-Händler. Dieser ist vergleichbar mit einem Börsenmakler. Der Händler leitet den Auftrag des Kunden weiter und "sucht" über die Computer- und Handelssysteme einen Gegenpart.

Wie beim Wertpapierhandel bzw. konkret beim Aktienhandel, so gibt es auch beim Devisenmarkt einen Kassa- und einen Terminhandel. Zu den Grundlagen und zum Basiswissen des Forex-Handels gehört unter anderem, dass man sich darüber im Klaren ist, dass man nicht nur große Gewinne, sondern auch hohe Verluste erzielen kann. Grundsätzlich werden die Devisen immer in Paaren am Forex-Markt gehandelt. Das bedeutet, wenn man eine bestimmte Währung kaufen möchte, muss man im Gegenzug eine andere Währung verkaufen. Das am weitaus meisten gehandelte Devisenpaar am Forex-Markt ist der amerikanische US-Dollar und der Euro. Dieses Handelspaar macht fast 60 Prozent des gesamten Handelsvolumen aus. Grundsätzlich kann man aber im Rahmen des Forex Handels nahezu jede frei konvertierbare Währung handeln. Neben den beiden genannten Währungen werden zudem vor allem der Schweizer Franken, das Britische Pfund Sterling und der japanische Yen gehandelt.

Rendite beim Forex Trading

Die Chance auf sehr hohe Renditen am Forex-Markt ist vor allem durch die so genannten Margins begründet. Anders als beim Aktienhandel muss der Kunde nicht annähernd den Gegenwert besitzen, für welchen er eine Währung handeln möchte. Die Margin-Sätze liegen beim Forex Konto zumeist bei 1-2 Prozent, was bedeutet, der Kunde muss lediglich 1-2 Prozent vom tatsächlichen Handelsvolumen als Sicherheitsleistung hinterlegen. Möchte man also beispielsweise für 10.000 Euro den amerikanischen US-Dollar kaufen, so muss man nur 100-200 Euro als Sicherheitsleistung vorliegen haben. Somit kann man also schon mit sehr kleinen Einsätzen große Gewinne oder Verluste erzielen, was aufgrund des Hebels möglich ist. Beträgt das Margin zum Beispiel 1 Prozent, so handelt der Kunde mit einem Hebel von 100, denn jeder Euro Sicherheitsleistung ist im Grunde 100 Euro an Handelsvolumen "wert". Steigt der Kurse des US-Dollars also beispielsweise um einen Prozent gegenüber dem Euro, so hat der Kunde bei einem realen Kapitaleinsatz von 100 Euro den gleichen Betrag "gewonnen", da er mit einem eigentlichen Volumen von 10.000 Euro gehandelt hat.


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